bildband_themen 
Home arrow Aktuelle Themen der EZA
Der "Aid Effectiveness"-Prozess: Von der "Paris Declaration" zur "Accra Agenda for Action"

Im März 2005 verabschiedeten Regierungen von Geber- und Empfängerländern (darunter auch 17 OEZA-Partnerländer) zusammen mit VertreterInnen multinationaler Institutionen sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen die "Paris Declaration on Aid Effectiveness". Sie bekundeten damit die Absicht, die Modalitäten der Abwicklung und Verwaltung der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) zu reformieren, um damit einen weiteren Schritt zur Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele (Millenium Development Goals - MDGs) zu setzen. Ziel der Paris Declaration ist es die Defizite der Entwicklungshilfe zu beheben, die Transaktionskosten zu senken und dabei die Eigenverantwortlichkeit der Empfänger- bzw. Partnerländer zu stärken. Damit wurde der Paradigmenwechsel der Entwicklungspolitik untermauert, der Ende des vergangenen Jahrhunderts eingesetzt hat. Sowohl Geber- als auch Partnerländer arbeiteten gemeinsam fünf Ansätze zur Effektivitätssteigerung bi- und multilateraler Entwicklungshilfe aus und konkretisierten diese in Handlungsaufforderungen an alle Beteiligten.

Read more...
 
Die UN-Millennium Entwicklungsziele

„Die Millenniumentwicklungsziele werden nicht bei den UN erreicht. Sie müssen in jedem einzelnen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen durch die gemeinsamen Anstrengungen der Regierungen und Menschen verwirklicht werden.“ Kofi Annan, UN-Generalsekretär a.D.

Im September 2000 haben sich alle Mitgliedstaaten der UNO auf acht Entwicklungsziele (MDGs = Millennium Development Goals) geeinigt. Reiche und arme Länder verpflichteten sich, alles daran zu setzen, um bis 2015 die Armut zu halbieren, die menschliche Würde und Gleichberechtigung zu fördern und Frieden, Demokratie und Nachhaltigkeit zu verwirklichen. Mit den MDGs gibt es somit erstmals einen globalen Bezugsrahmen für internationale Entwicklungszusammenarbeit basierend auf der Grundlage der Anerkennung struktureller Ursachen von Armut.

UN-Millenniums Entwicklungsziele - MDGs

  1. Beseitigung extremer Armut und des Hungers
  2. Verwirklichung der allgemeinen Grundschulbildung
  3. Gleichstellung der Geschlechter und Empowerment der Frauen
  4. Senkung der Kindersterblichkeit
  5. Verbesserung der Gesundheit von Müttern
  6. Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen Krankheiten
  7. Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit
  8. Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft

 

Read more...
 
Migration

Eine der wichtigsten Fragen unserer, von Globalisierung in jeglicher Form gekennzeichneten Realität, ist die, der internationalen Migration.

Dabei ist zunächst einmal festzuhalten, dass durch die erhöhte Mobilität und  Flexibilität die Möglichkeiten zum Wechsel des Aufenthaltsort in den Industrieländern wesentlich leichter geworden sind. So hat beispielsweise die Niederlassungsfreiheit für alle Unionsbürger dazu geführt, dass die Menschen innerhalb der Europäischen Union ihren Wohnort frei wählen können. Doch dieser Freiwilligkeit von Migration steht die durch strukturelle Gegebenheiten in den Entwicklungsländern ausgelöste unfreiwillige Zuwanderung gegenüber, welche im öffentlichen Diskurs nicht selten als Bedrohung für Identität und Wohlstand innerhalb der Europäischen Union dargestellt wird. Die Folgen dieser Tendenz lassen sich anhand einer zunehmenden Abschottung der Europäischen Union an seinen Außengrenzen und im Aufbau einer Festung Europa erkennen. Eine solche Praxis versucht jedoch nicht, die strukturellen Wurzeln des Problems zu bearbeiten, sondern beschränkt sich auf die Behandlung eines Symptoms. Die Folgen sind verheerend, unmenschlich und enden für viele ZuwandererInnen mit dem Tod in den Fluten des Mittelmeers.

Read more...
 
Politikkohärenz

Der Begriff der Kohärenz beziehungsweise Inkohärenz wird von KritikerInen in der aktuellen entwicklungspolitischen Diskussion vielfach bemüht, um einen nicht zufrieden stellenden wirtschaftspolitischen und somit auch sozial- und umweltpolitischen Ansatz im Norden in Bezug auf die Länder im Süden zu beschreiben.

Read more...
 
NEPAD - Die neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung

Als die Staats- und Regierungschefs am 11. Juli 2001 in Lusaka den Vertrag über die Etablierung einer New Partnership for Africas Development - kurz NEPAD - unterschrieben, glaubten wohl wenige daran, dass dieser Plan Über- lebenschancen hat. Zu oft waren Vorgängerpläne wie etwa der Lagos Aktionsplan (1981) an inner-afrikanischen Differenzen gescheitert. Dabei liegt das Erfolgsgeheimnis von NEPAD vermutlich in der Tatsache begründet, dass es sich hier um eine Initiative von Afrika für Afrika und damit von AfrikanerInnen für AfrikanerInnen handelt.

Read more...
 
Afrikanische Union

Die Namensverwandtschaft zur Europäischen Union ist kein Zufall: Die African Union (AU) nimmt tatsächlich viele Anleihen vom nördlichen Partner, bildet dabei jedoch einen vollkommen eigenständigen politischen Rahmen aus. Streng formal gesehen ist die Afrikanische Union eine Internationale Organisation, da Elemente der Staatlichkeit noch gering ausgeprägt sind.

Read more...
 
EU-Afrika Strategie

Sowohl in Afrika als auch in Europa fanden zu Beginn dieses Jahrzehnts große wirtschaftliche, politische und soziale Veränderungen statt. In einer neuen Dynamik von afrikanischen Initiativen, wie der Gründung der „Neuen Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas“ (New Partnership for Africa’s Development – NEPAD) im Jahr 2001 und der Afrikanischen Union (African Union - AU) im Jahr 2002 sowie der gestärkten Rolle der regionalen Wirtschaftsgemeinschaften (Regional Economic Communities – REC) zeigt sich die Veränderung Afrikas. Die Veränderungen in Europa sind größtenteils auf die Erweiterung der Europäischen Union um zehn neue Mitgliedstaaten zurück zu führen, wodurch der Union neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt wurden. In Bezug auf die Koordinierung und Komplementarität in der Zusammenarbeit der Europäischen Union mit den afrikanischen Ländern wurde es daher notwendig, neue Wege zu gehen bzw. neue Formen von Partnerschaften und Wirtschaftskooperationen zu finden.

Read more...
 
<< Start < Prev 1 Next > End >>

Results 1 - 7 of 7
Bibliotheken

 

ÖFSE- Bibliothek

Die ÖFSE betreibt Österreichs umfangreichste wissenschaftliche Fachbibliothek und Informationsvermittlungsstelle zu Fragen der Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungspolitik. 

weiter...

SADOCC - Bibliothek

Ein wichtiger Bestandteil des Dokumentations- und Kooperationszentrums Südliches Afrika (SADOCC) ist die Bibliothek, die thematisch einschlägige Spezialliteratur erschließt.

weiter...

Bibliothek und Dokumentationsstelle "Frauen und Dritte Welt"

Seit 1994 betreut die Frauensolidarität die Bibliothek und Dokumentationsstelle Frauen und "Dritte Welt". Die Bibliothek bietet: Fachliteratur, Graue Literatur und Belletristik zu Frauen in Afrika, Asien und Lateinamerika sowie zum Nord-Süd-Verhältnis aus feministischer Sicht.

weiter...