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Die globale Vernetzung unserer Welt zeigt sich unter der Einwirkung der derzeit herrschenden Finanz- und Wirtschaftskrise besonders deutlich. Besonders die schwächsten Menschen zahlen für den Kollaps der Börsen in der harten Währung ihrer täglich bedrohten Existenz.
Lassen Sie uns daher nie vergessen, dass eine faire Weltordnung auch faire Vereinbarungen zwischen Nord und Süd über den Zugang zu Märkten mit sozialen und ökologischen Standards braucht.
Wir sind uns mittlerweile einig, dass Entwicklungspolitik nicht nur auf der Finanzierung von Projekten und Budgets basiert, sondern dass von der Landwirtschafts- über die Bildungspolitik bis hin zu den internationalen Welthandelsregeln Kohärenz in allen Politikbereichen notwendig ist.
In dieser Politikkohärenz sehe ich eine zentrale Aufgabe der Zukunft, denn für die Verbesserung der Lebensbedingungen in Entwicklungsländern muss in allen Politikbereichen ein Bewusstsein für entwicklungspolitische Verantwortung geschaffen werden.
Ich freue mich daher sehr, dass der – von allen Fraktionen getragene – „Nord Süd-Dialog“ mit seinen Informationen und Veranstaltungen auch in dieser Legislaturperiode wertvolle Beiträge liefern wird, um bei den Abgeordneten des österreichischen Nationalrates das entwicklungspolitische Bewusstsein weiterzuentwickeln.
Denn es braucht eine differenzierte Sichtweise, die auf ausreichend Informationen basiert, um der großen Verantwortung gerecht zu werden, die richtigen politischen Entscheidungen im Interesse von nachhaltigen Entwicklungschancen für die Menschen im Süden durchzusetzen und andererseits einen effizienten Mitteleinsatz dafür zu garantieren.
In diesem Sinne gilt mein Dank allen Menschen, die dieses Projekt so engagiert tragen und wie ich überzeugt sind, dass erfolgreiche Entwicklungspolitik langfristige Zusammenarbeit braucht, die Partnerschaft als gegenseitige Verantwortung versteht.
Mag.a Barbara Prammer
Präsidentin des Nationalrates
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